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Mittwoch, 28. Januar 2009
Vorbereitung eines Gruppentreffens (für den Moderator)
Die Moderation eines Gruppentreffens kann mit Hilfe folgender Fragen vorbereitet werden:
- Wer wird heute voraussichtlich an der Gruppensitzung teilnehmen?
- Welche Themen/Probleme sind vom letzten Mal noch offen geblieben?
- Welche Themen/Probleme sollen beim nächsten Treffen besprochen werden?
- Was möchte ich selbst gern einbringen - trotz meiner neutralen Rolle?
- Was kann mir helfen meine neutrale Haltung als Moderator zu behalten?
- Welche Erwartungen haben die Teilnehmer an mich als Moderator?
- Welchen Vorschlag will ich für den Einstieg in das Gespräch machen?
- Soll das Blitzlicht mit einer bestimmten Frage beginnen?
- Werden eventuell neue Gruppenmitglieder erwartet? Was ist dann zu beachten?

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Moderation
Warum ist eine Moderation hilfreich?

Oft laufen Gespräche in Selbsthilfegruppen nicht so ab, wie die Beteiligten es sich wünschen. Es kommen Missverständnisse auf oder Personen reden aneinander vorbei.
Oft ist es hilfreich für Gruppen, wenn ein Moderator die Treffen strukturiert, damit produktive und gute Gespräche stattfinden können. Die Methode der Moderation wirkt hier stabilisierend, aufbauend, schafft Vertrauen und verhilft den Teilnehmern sich angenommen und gleichwertig zu fühlen. Mit Hilfe eines Moderators kann zielgerichtet, konzentriert und effizient auf Inhalte und Themen zugegangen werden. Konflikte und Störungen können sofort versachlicht und bearbeitet werden. Die Moderation fördert, im Gegensatz zu einer konventionellen Leitung, den Arbeits- und Gesprächsprozess der Gruppe, gibt aber keine Arbeitsziele vor.
Dies setzt voraus, dass eine Person oder mehrere im Wechsel, die Moderationsrolle bewusst und aktiv übernehmen und die Gruppe sich für dieses Vorgehen und die Person entschieden hat.




Verhaltensregeln und Aufgaben für eine erfolgreiche Moderation:

- Zurückhaltung: Die Moderation steüt eigene Ziele, Bewertungen und Ansichten zurück. Auf den Gesprächsinhait bezogen gibt es kein „richtig" oder „falsch".
- Neutralität. Die Moderation nimmt alle Gruppenmitglieder gleich ernst. Niemand wird bevorzugt oder benachteiligt. Es wird dafür gesorgt, dass alle gleichermaßen ihre Meinungen, Ideen und Ansichten vorbringen können.
- Sich selbst nicht unter Druck setzen: Die Moderation muss nicht immer alles „im Griff* haben. Entscheidend ist allein das aufrichtige Bemühen die Gruppe bei der Analyse und Verarbeitung von Schwierigkeiten zu unterstützen.
- Beachtung der (Gesprächs-)Regelnr. Die Moderation ermutigt die Gruppe , Regeln für einen wirkungsvollen Umgang miteinander zu vereinbaren und einzuhalten
- Zielorientierung: Die Moderation behält das Ziel der Sitzung im Auge und signalisiert der Gruppe Abweichungen vom Weg zum Ziel. Sie behält die Arbeitsfähigkeit der gesamten Gruppe im Auge.
- Ideen darstellen: Es kann oft sehr hilfereich sein, Ideen bildhaft zu machen z.B. durch Aufschreiben an eine Tafel oder auf ein Plakat

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Gesprächsregeln für Selbsthilfegruppen
Die Erfahrung zeigt, dass das Arbeiten in Selbsthilfegruppen geübt sein will. Gesprächsregeln, so mühsam sie vielleicht zunächst erscheinen, erleichtern die Konzentration auf ein bestimmtes Thema und führen zu einem angenehmeren und gezielteren Austausch. Die folgenden Beispiele von Gesprächsregeln sind dem Modell der Themenzentrierten Interaktion entnommen. Sie sollen als Anregung oder Hilfestellung für die Gruppenarbeit dienen. Die Gruppe entscheidet jedoch selbst, ob und mit welchen Regeln und Methoden sie arbeiten möchte:

1. Persönliches bleibt in der Gruppe
2. Ich übernehme Verantwortung für mich selbst
3. Ich spreche nicht allgemein, sondern von mir
4. Ich höre anderen aufmerksam zu und unterbreche sie nicht
5. Es spricht immer nur einer zur gleichen Zeit
6. Ich vermeide Seitengespräche
7. Störungen haben Vorrang
8. Ich frage andere nicht aus
9. Ich halte mich mit Interpretationen zurück
10. Ich achte auf meinen Körper und was er ausdrückt

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